Als Kind schon
hörte ich sie singen
leise aus den Wäldern
über grundlos tiefen Teichen
dann summte es
in wechselnden Akkorden

im Nachtwind aus der
Wüste und später
klang der Alabaster
unter meinem Blick
zart und geheimnisvoll

Nur manchmal sang
auch ich wenn mir
die Welt verstummte
und fand ein wenig Trost
und fand zurück zur Welt

Vita
Abram Maenner

1941 im Böhmerwald geboren. 16. Kind einer von den Nazis verfolgten Familie. Nach deren Zerstörung in einem staatlichem Heim, bei einem alten Ehepaar und in einem Kloster aufgewachsen. 1960 Abitur, Studium (Literatur, Kulturgeschichte) in Wien und Berlin. 1964 Promotion Dr. phil. 10 Jahre als Regisseur, Dramaturg und Schauspieler an mehreren Theatern. Dann Kulturfilmer (Über 1000 Sendungen) und Kritiker (etwa 500 Rundfunkberichte), Kulturredakteur WDR Köln. Seit jungen Jahren Lyriker (bis jetzt mehr als 3000 Gedichte),
vier Bände erschienen im Wehrhahn-Verlag Hannover:
FINDELKINDER 2017,
UND MEINE FLÜGEL SCHWEBEN OHNE MICH DAVON 2018
TODES STUNDE 2021
und FLIEGENDE BLÄTTER
BELEBTER STEIN 2022

Seit 1993 Bildhauerarbeiten in Stein, Holz und Bronze (etwa 120 Skulpturen). Ab 1986 Rekonstruktion einer Limonaia (Zitronengewächshaus) als Atelier und Museum in Italien bis 2011. Seit den 50er Jahren Reisen durch die ganze Welt.